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Der Gutmann-Cup 2026 geht in die Landeshauptstadt

Franziska Gromann vom Bund München gewinnt hochklassiges Finale

Siegerehrung Gutmann-Cup beim Tittinger Kellerfest (Foto Bernhard Pfaller)
Plätze 1-10: Name, Verein, Ringwertung
1.Franziska Gromann, Der Bund München104,5
2.Lena Lanzinger, Isental Lengdorf104,2
3.Emma Dürst, SG Oberasbach104,1
4.Sarah Morgott, SC 1898 Tauberfeld103,9
5.Emma Moises, Kgl. priv. HSG Windsbach103,7
6.Johannes Früh, SG Ammelbruch103,6
7.Hanna Stubenrauch, SV Lehrberg 103,1
8.Melanie Plank, SG 1560 Altmannstein103,1
9.Sam Prast, Einigkeit Bechhofen102,9
10.Selina Ferstl, ZSG Bavaria Unsernherrn102,6

Der Gutmann-Cup der Schützen hat auch in seiner 14. Auflage eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welch hohe sportliche Qualität in diesem Wettbewerb steckt. Beim großen Finale am Kellerfest-Samstag setzte sich die erst 16-jährige Franziska Gromann vom Bund München mit herausragenden 104,5 Ringen an die Spitze und sicherte sich damit den Sieg beim Gutmann-Cup 2026. In einem hochklassigen Finale mit zahlreichen Spitzenleistungen boten die Schützinnen und Schützen den vielen Zuschauern im vollbesetzten Tittinger Schützenhaus Schießsport auf höchstem Niveau.

Bereits die Vorrunde ließ erahnen, welch hohe sportliche Qualität beim diesjährigen Gutmann-Cup zu erwarten war. 249 Vereine und knapp 1.500 Schützinnen und Schützen aus allen bayerischen Regierungsbezirken sowie aus Baden-Württemberg gingen an den Start. Darunter nationale und internationale Spitzenschützen – Welt- und Europameister, Weltcupsieger sowie erfolgreiche Athleten aus den Disziplinen Luftgewehr, Kleinkaliber und Armbrust.

Insgesamt 18 Schießtage waren notwendig, um die Finalisten zu ermitteln. Hierbei wurden auf der modernen Meyton-Bundesliga-Anlage der Tittinger Schützen zahlreiche Spitzenleistungen erzielt. Die höchste Serie schoss die amtierende Deutsche Meisterin Hanna Bühlmeyer aus Frankenhofen mit 106,4 Ringen, gefolgt von Sarah Morgott aus Tauberfeld mit 106,0 Ringen. Auch bei den Blattlschüssen gab es mit einem 0,0-Teiler von Dominik Bergmann absolute Präzision. Gleich fünf Mannschaften blieben in der Mannschaftswertung unter der 100-Punkte-Marke – ein Ergebnis, das im Wettbewerb nur sehr schwer zu erreichen ist.

Hochspannung im großen Finale

Am Kellerfest-Samstag stand dann das große Finale im Mittelpunkt. Bereits ab 10.30 Uhr füllte sich das Tittinger Schützenhaus bis auf den letzten Platz. Erstmals war das Finale in diesem Jahr auch per Livestream zu verfolgen – mit mehr als 1.000 Aufrufen wurde das Angebot von den Zuschauern sehr gut angenommen. In zehn spannenden Finaldurchgängen traten jeweils acht Schützinnen und Schützen gegeneinander an. Für die Finalisten begann der Wettkampf erneut bei null. Mit einer eindrucksvollen Lichtshow beim Einmarsch, spannungssteigernder Musik und der unterhaltsamen Moderation von Schützenmeister Richard Eder wurde das Finale zu einem besonderen Erlebnis für Teilnehmer und Zuschauer.

Auch sportlich hatte der Finaltag einiges zu bieten. Bereits im zweiten Durchgang setzte Emma Dürst von der SG Oberasbach mit 104,1 Ringen eine starke Marke und stellte damit das Siegergebnis des letzten Gutmann-Cups ein.

Sarah Morgott vom SC Tauberfeld folgte mit 103,9 Ringen. Im weiteren Verlauf setzten Melanie Plank aus Altmannstein mit 103,1, Lena Lanzinger aus Lengdorf mit starken 104,2 Ringen, Selina Ferstl aus Unsernherrn mit 102,6 und Johannes Früh aus Ammelbruch mit 103,6 Ringen weitere Glanzpunkte.

Besonders spannend wurde es im vorletzten Finaldurchgang. Sam Prast aus Bechhofen überzeugte mit 102,9 Ringen inklusive einer 10,9. Doch völlig unbeeindruckt von ihrer starken Konkurrentin und der großen Kulisse zeigte sich die erst 16-jährige Franziska Gromann vom Bund München und lieferte eine beeindruckende Serie ab. Bereits in den ersten fünf Schüssen gelangen ihr zweimal die maximale Wertung von 10,9 Ringen, dazu eine 10,7 und eine 10,6. Schuss für Schuss baute sie ihre Spitzenleistung aus und erzielte schließlich 104,5 Ringe. Der Jubel im Tittinger Schützenhaus war entsprechend groß. Mit diesem herausragenden Ergebnis setzte sich Gromann an die Spitze des Feldes.

Nun richteten sich im letzten Finaldurchgang noch einmal alle Blicke auf die Schießstände: Würde die Führung tatsächlich bis zum Schluss Bestand haben? In der Folge erzielte Hanna Stubenrauch aus Lehrberg 103,1 Ringe. Für einen weiteren Höhepunkt sorgte die junge Emma Moises aus Windsbach, die mit 103,7 Ringen eine beeindruckende Leistung zeigte und damit ebenfalls unter den zehn Besten landete. Franziska Gromanns 104,5 Ringe blieben jedoch unerreicht und so ging der Gutmann-Cup 2026 in die Landeshauptstadt München.

Bemerkenswert war dabei nicht nur das außergewöhnlich hohe sportliche Niveau, sondern auch die Dominanz der jungen Schützinnen. Schützenmeister Richard Eder sieht darin eine besondere Stärke des Gutmann-Cups: „Der Gutmann-Cup zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viele talentierte Nachwuchsschützen es gibt. Für sie ist der Wettbewerb eine tolle Gelegenheit, auf hohem Niveau Erfahrungen zu sammeln und sich mit starken Schützinnen und Schützen zu messen.“

Nach rund sechseinhalb Stunden hochklassigem Schießsport fand der Finaltag mit der Siegerehrung auf der Kellerfest-Bühne seinen feierlichen Höhepunkt. Der Eichstätter Gau-Schützenmeister Markus Nerb freute sich in seinen Grußworten, dass in der Region ein Schützen-Event entstanden ist, der überregional bekannt und beliebt ist. Fritz Gutmann ergänzte: „Uns ist wichtig, dass beim Gutmann-Cup sportliche Spitzenleistungen mit einem besonderen Gemeinschaftserlebnis zusammenkommen.“ Genau das machte den Wettbewerb für Schützen und Zuschauer auch in diesem Jahr zu etwas ganz Besonderem.